Freitag, November 20, 2009

von l.
an kb-stelle.221@edw.or.at
cc f.brunthaler@kirche.at
Datum 16. November 2009 09:17
Betreff kirchenbeitrag / beitragskonto 4016-5204

s.g. damen und herren!

nach den jüngsten wortmeldungen der bischofskonferenz - insbesondere des diözesanbischofs klaus küng - zum aktuellen gesetzesentwurf der "homosexuellen-ehe" und der damit verbundenen abstimmung im parlament, sehe ich mich dazu gezwungen aus der katholischen kirche auszutreten.

dass sich die katholische kirche ständig in tagespolitische belange einmischt, ist mir schon lange ein dorn im auge. an der sexualität anderer rühren, diese an den pranger zu stellen und dabei an einem klima der intoleranz mitzuwirken schadet unserer gesellschaft und zerreißt meinen letzten geduldsfaden.

die katholische kirche täte gut daran, zuerst ihr eigenes sexuelles problem - in form des zölibats - und die daraus resultierenden unmöglichkeiten zu lösen, anstatt der politik den mund zu reden.

nehmen sie hiermit meinen kirchenaustritt zur kenntnis und senden sie mir etwaige notwendige unterlagen zu!

einen freundlichen gruß,
...




von Bischoefliches Sekretariat St.Poelten Maria Bichler
an l.
Datum 20. November 2009 11:56
Betreff kirchenbeitrag / beitragskonto 4016-5204

Sehr geehrter Herr Mag. ...!

Nachdem Ihr Email vom 16. 11. d. J. auch an mich (in Kopie) ergangen ist, möchte ich Ihnen auf Ihre Zeilen kurz antworten:

Ich denke, es ist unzutreffend zu meinen, die Kirche mische sich in tagespolitische Belange ein. Sie ist keine bloß weltliche Institution wie ein Verein oder eine Partei. Sie erhebt ihre Stimme jedoch in der Öffentlichkeit, gerichtet auch an die politischen Verantwortlichen, wenn es um Grundrechte und Werte des Menschen oder um sein (ewiges) Heil geht. Das tut sie in der Wahrnehmung ihrer Aufgabe und ohne Parteipolitik zu betreiben. Es gibt auch Stimmen, die meinen, die Kirche spreche zu wenig in der Öffentlichkeit, sie solle sich viel mehr „einmischen“.

Das betrifft auch die Sexualität: Die Kirche steht auf diesem Gebiet oftmals vielleicht sogar ganz allein für Werte – die heutzutage mitunter kaum jemand hören will – zugunsten des Menschen. Die Kirche spricht für eine menschenwürdige Sexualität, in der nicht alles, was aktuell ist und von vielen/allen geteilt wird, auch für den Menschen gut ist. Unglückliche Ehen, die vielen Scheidungen, verschiedene Arten des Missbrauches etc. haben auch mit der Verrohung auf diesem Gebiet zu tun.

Zum Zölibat: Es kann sein, dass einige zölibatär Lebende damit ein Problem haben. An sich wird der Zölibat in der Kirche insgesamt sehr geschätzt. Bekanntlich ist auch das (sexuelle) Leben von Verheirateten nicht ohne Probleme. Es ist nicht eine Frage der Lebensform, sondern wie man sie lebt.

Für Ihren Austritt ist die Kirchenbeitragsstelle der Erzdiözese Wien zuständig.

Ich hoffe, Einiges geklärt zu haben, und verbleibe mit freundlichen Grüßen!

Fritz Brunthaler

3 Kommentare:

Hofrat Geiger hat gesagt…

und hier der klassiker:

ich bin priester aus tradition: mein vater war priester und mein grossvater war priester...

Hofrat Geiger hat gesagt…

ausserdem: die waltraud darf den piepmatz vom herbert halten weil sie alzheimer hat und nicht parkinson - sonst macht der witz ja gleich sinn...wo kommen wir denn da hin? könnt ja jeder chuck norris witze erzählen ohne lizenz...

Big K hat gesagt…

depp, unnötiger. bezeichnend find ichs, dass der herr mag. m. das lustweib eines oberhirten anbrunzt, das gar nicht zuständig ist für ihn. nur weil der küng ein wappler ist, muß er ja nicht auch gleichzeitig für dich zuständig sein.