Wartelisten
Die geneigten Herren Leser kennen das vielleicht gar nicht, da sie ja wie wir alle Wissen, der sogenannten High Society, also den Schönen wenn jetzt auch nciht zwingend den Reichen, zugehörig sind.
Aber so ein Untermensch wie der vom Leben getretene Verfasser kennt das sehr wohl, elegant gekleidete Herren denen die Anzüge etwas eng sitzen weil sie zuviel Creatin schlucken und zu lange Zeit an Gewichten ihren Körper stählen, weisen einem mit der Höflichkeit des sicher scheinenden Schmerzes falls man ihrer Aufforderung nicht nachkommen sollte, die Tür von angesagten und etablierten Nachtklubs, da man wohl nicht in die erwünschte Klientel fällt, oder die falschen Schuhe anhat. Ein Blick reicht, in nicht einmal 10 Sekunden wurde man gewogen, gemessen und selbstverständlich als nicht gut genug befunden. 1,2,3 so schnell geht das.
Ja natürlich, man muss da ja eh nicht hingehen, eigtl wollte man da wahrscheinlich auch gar nicht rein. Und Spaß hätte man sowieso keinen gehabt. Und darüberhinaus sind das ja auch einmalige Geschichten, es war wahrscheinlich wirklich nur zu voll drinnen.Brandschutzbestimmungen und so, die Realtivierung des eigenen Versagens, die Litanei der Erfolgslosen, das Credo der Enttäuschten. Man flüchtet in den Alkohl oder andere Exzesse, langsam schleicht sich das dumpfe an einem nagende Gefühl das große L auf seiner Stirn eingebrannt zu haben ein.
Auch wenn einem voll bewußt ist, war, und immer sein wird dass die Erwartungen nie erfüllt worden wären, keine Epiphanie, Erleuchtung, Satori,warmes zufriedenes Gefühl auf einen gewartet hätte, wenn diese 2 Schritte nicht jäh abgebrochen worden wären, wenn man die Tür durchschritten hätte und das wahre Leben dahinter für sich selbst erfahren hätte können. Jedoch so lange man es nicht einmal geschafft hat gibt es da immer die kleine Stimme die einem einfüstert:" Aber das redest du dir ja nur ein, weil du nicht dort sein kannst."
Aufstehen. Sich den Staub abwischen. Weitergehen. Hinfallen. Und nicht liegen bleiben sonst gewöhnt man sich das an.
Es ist die Art wie wir gehen, die leicht gesenkten Schultern, die Augen auf den Horizont gerichtet, in uns gekehrt,der hoffnungsvolle aber nicht mehr so beschwingte Gang der uns einander offenbart. Das Brandzeichen der Kaste, das keiner an sich selbst wahrnehmen will, aber wir so gut in anderen erkennen. Und es ist ansteckend.
Ich fahr nächstes Jahr wahrscheinlich nicht nach England, hätte mir dort eh nicht gefallen. Da regnets ja andauernd, kalt ist es auch und die Sprache versteht ja auch kein Schwein. Schottland wär sowieso noch viel schlimmer gewesen da gibt es ja noch diesen oargen Akzent.
Zuhaus ists ja am Schönsten, das hat meine Oma so auch immer gesagt. Außerdem soll man sich ja auch nicht entmutigen lassen, dass hab ich Schwarz auf Weiss, ist ja auch eine Reserveliste und keine Warteliste. Man kann halt nicht alle Anmeldungen vorrangig behandeln das seh ich schon ein, dass ist ja ganz logisch.
Ich stehe auf, putze mir den Staub vom Gewand und gehe weiter. Mit leicht gesenkten Schultern, den Blick auf den Horizont geheftet, an mir zieht die Welt und das Leben vorüber und ich winke ihnen nett zu. Ich trete in die 3te oder gar 4te Reihe- wie früher schon auf Klassen oder Hochzeitsfotos, wenn auch da aus anderen Gründen, aber man gewöhnt sich schließlich an Alles- verschwinde in der Menge, ins ewige Sein und denke darüber nach ob ich jemals wirklich wieder aufgestanden bin, was ich alles liegenund zurückgelassen habe.
Erinnerungen, alles was man hat.
Dienstag, März 20, 2007
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4 Kommentare:
jo oida oasch, das feiern wir am samstag tot...
und wen soll ich dann besuchen?
das muss eine falschaussage gewesen sein und die ist mit einer freiheitsstrafe von bis zu drei jahren zu belegen!
drecksvergabestelle, gib mir deren adresse, es wird mir so vorkommen als würde ich den westenthaler intervenieren lassen...
erinnerungen die sich verändern und verlieren. immer dünner werden, immer bleicher wie zu oft gewaschen. was bleibt ist die eingene imaginierte vollkommenheit. die erhebung im geiste. der ausweg verkannter größen. siehs positiv: alle frauen liegen dir - aber lassen wir das. ernsthaft. vergiss das leben. heute oder morgen sterben - was macht das schon für einen unterschied...nicht mal die erinnerungen bleiben dann mehr über. es ist wie mit einem glas wasser, das entweder oder nicht getrunken wird. zum schluss ist es leer. was passiert ist, interessiert keine sau. im endeffekt geht es doch nur um den fortbestand der rasse. obs dir das leben gefällt ist scheiss egal. und wenn die rasse versagt auch. es werden neue blumen blühen blühen auf dem von gott erlassenen acker der ungerechtigkeit. erwachsen aus deinem staub. aus deinem schweiss. und deinen socken. du bist erstklassiger dünger. das ist nicht nur so dahin gesagt. du bist bestimmt der allerbeste dünger der welt. und noch dazu bio...purpose at last...
oh edler!
drecksleben, eigentlich! ich weiß jetzt gar nicht, ob es deine traurigen worte hier sind, oder ich dem wicht aus flodo zu oft zugehört hab oder halt einfach selber immer mehr draufkomm: DAS LEBEN IST SCHEISSE!
pfuh, das war schwer, aber wenn mans dann mal gesagt hat, dann gehts einem besser, viel besser sogar. ich versteh dich. und um sich der frau regenrinne anzuschliesen, selbstmord ist immer eine lösung. und ich wär dabei. nur das wie ist noch abzuklären. vielleicht auf den griller pissen und die dunstschwaden dann einatmen. muß bei deinen ausdünstungen doch tötlich sein, glaub ich mal.
in diesem sinne auf wiedersehen, oder besser noch adieux
oida
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